SCHÄNDER

SCHÄNDER

FEATURES

Stärken

Schänder können Schaden abfangen, verhindern und heilen und dabei selbst mächtigen Schaden anrichten. Sie verfügen über beeindruckende Mittel, um Schaden aus der Entfernung zuzufügen, und verbreiten Verderbnis und Leid durch infektiöse Bande.

Schwächen

Nicht alle Verbündeten sind begeistert von den Verbindungen des Schänders. Schließlich gelten ihre Heilungserfolge nicht gerade als Schönheitsoperation …

Screenshots

SCHÄNDER

Die Schänder verfügen über ein ebenso schreckliches wie beeindruckendes Repertoire an Schändungstechniken, um Lebensformen zu verwandeln und entsetzliche Heilungen auszuführen. Schänder stellen ein Medium für die Energien des Todes dar und können die Schmerzen von Verbündeten absorbieren und in mächtige Heimsuchungen umwandeln, um Freund und Feind gleichermaßen in die ihnen dienliche Form zu verwandeln. Ein paar Eiterbeulen und Auswüchse sind wirklich kein zu hoher Preis für solch ebenso großartige wie groteske Verwandlungen!

Wärter Wright war alles andere als erfreut darüber, die Heilerin aufsuchen zu müssen. Er fürchtete ihren Turm und hasste das über ihrer Tür hängende, fleischene Schild: QILIANESCANEVEREX. Der einstmals ehrenvolle Name war von den Bürgern von Nekropolis mittlerweile durch andere ersetzt worden: "Hexe", "Schänderin" oder einfach "Qil". Wright seufzte, als er eine Schriftrolle entrollte. Kaum zu glauben, dass sie sich einmal so nahe gestanden hatten ...

In ihrem Domizil war Qil gerade dabei, ein paar Organe für eine Suppe vorzubereiten. Durch die dröhnenden Ausführungen des Wärters hatte sie fast eine ganze Engelsleber verloren, aber noch viel zorniger machten sie die Anschuldigungen, die er ihr entgegenbrüllte: Wiederbelebung und Seelenentzug, Eingeweidemissbrauch und liederlicher Umgang mit dem Tod. Wie konnten sie es wagen, sie solch kleinlicher Verbrechen zu beschuldigen, wo sie doch so viel mehr im Kampf um Brevane vollbracht hatte?

Als Qil aus dem Turm heraustrat, konnte der Wärter kaum die Meute missgestalteter Bürger zurückhalten, die sich freiwillig gemeldet hatten, um sie gefangen zu nehmen. All diese Leute hatten von ihrer "Heilgabe" profitiert und stolperten nun vorwärts, während er die Anschuldigungen wiederholte. "Für die Verbreitung grässlicher Auswüchse unter den braven Leuten von Nekropolis, die Verunstaltung meines eigenen Körpers durch zahllose Augen und die des Alchemisten durch eine widerwärtig lange Zunge …"

"Aber Ihr seht doch alle großartig aus!", unterbrach ihn die strahlende Qil. "Ihr, Wright, seid die größte Attraktion des Königszirkels. Und der Alchemist? Er hat die SCHÖNSTE Zunge weit und breit."

Die Bürger fuchtelten mit einer Vielzahl scharfer Gegenstände in der Luft, während Wright fortfuhr. "Für den Mord an Prion und Eure konspirativen Treffen mit einem …

Als Qil jetzt mit einer Handbewegung die Tarnung eines dunklen Ungetüms über der Meute aufhob, konnte sie sich vor Lachen kaum noch halten. "… einem Schattenriesen?", beendete sie den Satz. "Freunde von Nekropolis, die Gestalter mögen Prion vielleicht verwandelt haben, aber mir persönlich gefällt seine neue Gestalt viel besser." Ein Schauer aus Speichel regnete vom Grinsen des Riesen auf die Leute herab. "Wir arbeiten noch an dem Gegenmittel …"

Jetzt allerdings wurde Qil unterbrochen. Der verwandelte Alchemist, der sich zornerfüllt zu Füßen des Riesen in einer Pfütze Schleim wand, begann flammende Tränke auf die Heilerin und ihren Verbündeten zu werfen. Aber noch bevor jemand anderes reagieren konnte, zog Prion seine Sense mit voller Wucht mehrmals durch den Mann und grinste um Anerkennung heischend in Qils Richtung.

Sie erbleichte, als der Alchemist in mehrere Teile zerfiel und vor Wut zischend eine hastige Wiederbelebung durchführte. Leider hatte der Alchemist noch mehr Wurftränke zur Verfügung, sodass Prion erneut auf ihn einhieb. Die Meute heulte auf und griff an.

Qil beschwor ein grässliches Gebilde aus wimmelnden Fleischteilen herauf und floh dann in ihren Turm, um in aller Eile ihre Sachen zusammenzupacken. Die Leute wandten sich entsetzt der grässlichen Ablenkung zu, während deren dämonische Magie schmerzvoll ihre Köpfe durchdrang. Dieses Gebilde zusammenzustellen, hatte Qils Vorrat einige Körperteile gekostet, aber dank der Meute war ja für Nachschub gesorgt.

Der Wärter Wright, der sich als Einziger nicht von dem Gebilde ablenken ließ, war hingegen äußerst erfreut darüber, von den überzähligen Augen befreit zu sein. In der Tat war er darüber sogar so froh, dass er nach dem Verschwinden der Fleischerscheinung entschloss, es für sich zu behalten, in welche Richtung Qil und Prion geflohen waren.

Nächste Seele

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